Weinrebe Mailing Piemont November 2008

Settimo SchildPiemont

Piemont – Land am Fuß der Berge

Diese herrliche Hügellandschaft liegt auf halbem Wege zwischen Alpen und Meer. Das zerfurchte, von vielen Hügeln und Tälern geprägte Land ist so vielfältig wie die kulinarischen Delikatessen, die es hervorgebracht hat.

Piemont – Heimat des Nebbiolo

Der Name Nebbiolo wurde in den Langhe, dem eigentlichen Kern des Piemont, erstmals im Jahr 1431 urkundlich erwähnt, als ein Notar aus Serralunga den Namen in die Statuten von La Morra einschrieb um damit die hier angepflanzte Rebe zu bezeichnen. Das Gebiet der Langhe ist in der ganzen Welt berühmt wegen seiner interessanten Symbiose von italienischen und französischen Traditionen, sowohl geschichtlich wie natürlich auch kulinarisch. So wurde der weltberühmte Barolo von dem französischen ÖnologenOudart in den Kellereien der Marchesa Giulia Colbert, Gemahlin von Tancredi Falletti, in der Mitte des 19. Jahrhunderts „erfunden“. Oudart baute den Wein aus der Nebbiolotraube erstmals trocken aus, bis dato hatte man ihn nur süß getrunken, und die Markgräfin verlieh ihm daraufhin den Namen ihres Dorfes „Barolo“. 

Schwestern und Brüder des Nebbiolo: Barbera, Cortese, Dolcetto & Co.
Die Barbera (für die Piemonteser ist die Sorte weiblich) ist die verbreitetste Rotweintraube des Piemont. Aus ihr werden einerseits einfache, leichte Tischweine für jeden Tag und andererseits im Barrique ausgereifte Spitzengewächse erzeugt. Der Cortese liefert die Trauben für den weißen piemonteser Modewein Gavi. Rund um Alessandria im westlichen Piemont, werden aber neben dem Gavi auch herrlich frische und leichte Weißweine aus dem Cortese gekeltert. Der Dolcetto liefert, entgegen der Vermutung sein Name deute auf eine Süße hin, trockene und sehr charaktervolle Rotweine. Mit seiner Kirsch- und Pefferaromatik und seinem fruchtig-weichen Geschmack wirkt er nie zu schwer, selbst wenn er viel Substanz mitbringt. 

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