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Weingut Weninger

Franz Weninger zählt zu den Pionieren des Qualitätsweinbaus in Österreich. Als er 1982 den elterlichen Betrieb übernahm, änderte er die Verhältnisse radikal und setzte auf Reduktion der Erträge, strenge Selektion im Weingarten und den langsamen Ausbau in Holzfässern. Im Laufe der Jahre wurde Franz Weninger zu einem der Fixsterne unter den österreichischen Rotweinproduzenten, dessen Weine schon zu einem Zeitpunkt besten Ruf genossen, als Österreich international noch das Image eines reinen Weißweinlandes hatte. Im Rotweintest des Magazins Falstaff wurden Weninger Weine bereits viermal zum Falstaff-Sieger gekürt. Als weiteren Schritt zur Qualitätssteigerung hat Franz Weninger 2004 beschlossen nach den Richtlinien des biologischen Weinbaus (keine Mineraldünger, Fungizide, Insektizide) zu arbeiten.

Weninger: „30 Jahre Erfahrung haben mich gelehrt, dass je weniger wir das Wachstum der Pflanzen beeinflussen, desto eher die Rebstöcke zu ihrem natürlichen Gleichgewicht finden. Die Trauben nehmen mehr vom Terroir auf, die Weine werden eigenständiger und individueller."

Der Hof, in dem diese köstlichen Tropfen heranreifen, steht auf einem typisch burgenländisch in die Länge gezogenen Grundstück. Das Gut wurde 1998 vollkommen neu gebaut und erhielt mehrere Auszeichnungen für zeitgenössische Architektur. Der Fasskeller, die Flaschenabfüllung, der Verkostungsraum, das Büro und die Gästezimmer sind jetzt offen, hell und großzügig angeordnet. Natürliches Licht durchströmt den gesamten Bau und sorgt für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Dem Weingarten gehört die ganze Liebe Franz Weningers. Er gilt zwar als Perfektionist im Keller, überwacht den Ausbau seiner Weine selbst und hat sich als Barrique-Spezialist einen Namen gemacht. Dennoch ist Weninger überzeugt, dass die eigentliche Qualität draußen am Weinstock entstehen muss.

Weninger: „Im Keller kann man nur noch das hervorholen, was in den Trauben schon drinnen ist. Die entscheidenden Voraussetzungen für guten Wein sind deshalb der Boden und das Klima. Und die Bereitschaft des Winzers, unter dem Traubenmaterial radikal zu selektieren. Wer nur das Beste nimmt, der wird auch mit dem besten Ergebnis belohnt."

Heute besitzt die Familie Weninger 25 Hektar Weingärten rund um Horitschon, die vorwiegend mit Blaufränkisch-, Merlot-, Zweigelt-, Cabernet-Sauvignon-und Pinot Noir Reben bepflanzt sind. Die Blaufränkisch-Stöcke der Rieden Hockäcker und Dürrau sind bis zu achtzig Jahre alt. Seit 1997 sind die Weningers stolze Besitzer eines weiteren Weingutes in Ungarn, in Balf bei Sopron, das vom Sohn Franz Reinhard Weninger geführt wird.